Die Studiengänge der FHN: „Wirtschaftsingenieurwesen“

Und weiter geht es mit unserer Serie „Stell` uns deinen Studiengang vor!“

Da man die Möglichkeit hat seinen Studiengang auf dem Blog der FH Nordhausen vorzustellen, möchte ich euch jetzt etwas über meinen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen berichten.

Mein Name ist Kay und ich befinde mich im vierten Semester. Demnächst fange ich mit der Erarbeitung meiner Master-Thesis an, dazu später aber mehr.

An der FH Nordhausen ist es so, dass man unter zwei unterschiedlichen Voraussetzungen den Masterstudiengang belegen kann. Entweder man hat im Vorfeld ein wirtschaftswissenschaftliches oder ein ingenieurswissenschaftliches Studium erfolgreich absolviert.

Auf der Grundlage des vorherigen Studiums erhält man nun eine Schnellbesohlung der BWL oder über der Grundlagen des Ingenieurs. Wenn vorher ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert wurde, sind Fächer wie Physik, Mathematik, Elektro-, Regelungs-, Verfahrens-, Werkstofftechnik, Informatik und Thermodynamik zu besuchen. Wenn man vorher ein Ingenieursstudium durchlaufen hat, werden die Fächer Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Finanzmanagement, Controlling und Produktion und Logistik belegt. Darüber hinaus sind, egal unter welchen Voraussetzungen man das Studium begonnen hat, weitere Module zu besuchen. Dazu gehören die Module der Prozessplanung und Steuerung sowie die Module des Industrial Engineerings. Da der Wirtschaftingenieur Wirtschaftler und Ingenieur in sich vereint, ist es wichtig Anlagen und die Ablaufprozesse sowohl unter dem technischen als auch unter dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt zu optimieren.

Da die WINGs gerade dazu prädestiniert sind, Projekte oder die Produktion in einem Unternehmen zu leiten, werden sie in den Bereichen der Qualitätssicherung, Forschungs- und Entwicklungsmanagement, operatives Produktionsmanagement, Projektmanagement, Personalführung und Fertigungstechnik ausgebildet. Da man als Unternehmen seine Existenz nur durch einen hohen Qualitätsstandard und Weiterentwicklung/Innovationen sichern kann, wird verstärkt über Qualitätssicherungswerkzeuge (z. B. FMEA, Fehlerbaumanalyse, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Six Sigma), Generierung von Ideen und verbesserte Abläufe in der Produktionsplanung, -steuerung sowie Logistik gelehrt. Darüber hinaus erhält man durch Exkursionen (z. B. zu Feuer Powertrain, VW-Werk in Kassel, Gläserne Manufaktur, Pleissner Guss GmbH) einen Einblick in verschiedene Fertigungsverfahren.

Im letzten Semester stehen ein siebenwöchiges Praktikum und die Erarbeitung der eigenen Master-Thesis vor der Tür. Dabei soll die Erarbeitung in einem Betrieb erfolgen, um den Praxisbezug herzustellen und wenn alles gut läuft, Kontakt zu dem späteren Arbeitgeber hergestellt werden. Bei der Auswahl der Firma und des Themas ist man sehr flexibel, da man sowohl ein wirtschaftliches Thema, ein technisches Thema oder eine Kombination aus beiden Problemstellungen lösen darf. Mir persönlich hat das Studium viel Spaß und Freude bereitet und vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen, den Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ zu studieren.

Kay

1 Kommentar

  1. Das Studium Wirtschaftsingenieurwesen bietet tatsächlich vielfältige Möglichkeiten und fordert Studierende deshalb auch ziemlich. Dafür sind die Berufsperspektiven auch überdurchschnittlich. Ich habe ein paar Infos zum WING-Studium auf http://www.wiin-online.de zusammengestellt. Bei Interesse einfach mal anschauen.

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