“Es grünt so grün, wenn Campus-Blüten blühen!”
FHN @ Hannovermesse 2013
Auf der Hannovermesse 2013 präsentierten die Forscher der Fachhochschule Nordhausen (FHN) bereits zum zehnten Mal ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Seit nunmehr fünf Jahren ist der Fachbereich Umwelt- und Recyclingtechnik vor Ort vertreten. Neben der Veröffentlichung aktueller Forschungsergebnisse bildete dieses Jahr die Information über die Studienschwerpunkte an der FHN einen wichtigen Schwerpunkt. Nicht nur das anschaulich dargestellte Studienangebot, sondern auch die einfallsreich präsentierte Technik in Form eines Unterdrucktrenner-Modells bot den angehenden Studierenden einen ersten Eindruck der Bildungsmöglichkeiten an der FHN.
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Die aktuellen Forschungsschwerpunkte “Leichtstoffrecycling und Korrosionspotential” fanden regen Zuspruch von Seiten des Fachpublikums. Ziel des Verbundprojektes Leichtstoffrecycling ist die Verbesserung der Technologie zur Aufbereitung von Leichtverpackungen des Dualen System Deutschland (DSD). Zwei Module, die bis Ende 2013 gemeinsam mit dem Projektpartner Schulz & Berger Luft- und Verfahrenstechnik GmbH aus Altenburg bearbeitet werden, sind der Unterdruck-Trenner (UDT) zur Abtrennung flächiger Bestandteile wie Folien und der pneumatische Sacköffner. Beim UDT stehen Folienreinheit, Folienausbringen sowie die Verbesserung und Optimierung der Aufbereitungstechnologie im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten. Der pneumatische Sacköffner öffnet kontaktlos bei einem Druck von ca. 5 bar die DSD Säcke ohne den bisherigen mechanischen Verschleiß. Die einfache verfahrenstechnische Einbindung auf das entsprechende Produktband und die gezielte Inbetriebnahme des Sacköffners erhöhen die Flexibilität bezüglich differenzierender Produktströme. Die strömungsoptimierte Auslegung und geometrische Anordnung der Druckluftdüsen zur weiteren Effizienzsteigerung bilden den aktuellen Forschungsschwerpunkt. Anhand des niedrigen Druckbereichs werden die Kosten für die Drucklufterzeugung auf ein Minimum reduziert. Weiterhin ist der Sacköffner vollautomatisiert und kann somit zügig in die bestehende Anlage ein gebunden werden. Mit der neuen Maschinentechnik ist das Recycling nicht nur ökonomisch vertretbar, sondern darüber hinaus ökologisch verträglich gestaltet.
In EBS-Verbrennungsanlagen werden sowohl organische als auch anorganische Chlorverbindungen freigesetzt. So führen beispielsweise hohe Ablagerungen anorganischer Chlorverbindungen zu einer Korrosion in den Dampferzeugern. Daher ist es angebracht eine Differenzierung der beiden Bindungsarten anzustreben und analytisch zu belegen. Derzeit wird die Bestimmung des Chlorgehaltes über eine Verbrennung im Bombenkalorimeter und anschließender Absorption der Chloridionen in einer entsprechenden Lösung durchgeführt. Die in der Absorptionslösung enthaltenen Chloridionen werden im Anschluss im Ionenchromatographen bestimmt. Allerdings werden hier die in der Schlacke verbleibenden Chloranteile nicht berücksichtigt. Die Bestimmung des anorganisch gebundenen Chlors wird mittels Elution/Extraktion bestimmt. Alternativ hat die FHN die Methode der Bestimmung des anorganischen Chlors über die beim Verpressen des EBS austretende Flüssigkeit entwickelt. In Ergänzung an die bestehende Analysenmethodik wird die Bestimmung des Chlor gesamt über eine RFA angestrebt. Ziel ist die Entwicklung von Standards für die Kalibrierung der RFA für EBS. Dabei dienen verschiedene EBS und Modellgemische als Grundlage für die zu entwickelnden Standards. Die zügige Analyse des Brennwertes und des anorganischen Chlorgehaltes ermöglicht es den Betreibern von Verbrennungsanlagen ihren jeweiligen Brennstoff optimal anzupassen und somit nicht nur Ressourceneffizient sondern auch Ressourcenschonend zu arbeiten.
Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht wurde auf der Hannovermesse 2013 von den Forschern der FHN über den aktuellen Stand der Forschungsprojekte informiert. Zudem wurde die Notwendigkeit einer Wertstoffwende aufgezeigt. Nach Meinung der Forschungsgruppe bedarf es neben der Energiewende auch einer Wertstoffwende, welche gleichgestellt in eine breite gesellschaftliche Diskussion eingebracht werden sollte. Damit diese in der Wirkung und Reichweite eine ähnliche Tragweite wie die Energiewende hat, müssen nicht nur technologische Hürden adressiert, sondern auch die soziokulturelle Akzeptanz und die regulativen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hier knüpfen die aktuellen Forschungsprojekte der FHN und deren Partner an, um Akteure aus den Bereichen Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Technik nicht nur zu vernetzen, sondern handlungsfähig gegenüber den gestellten Zukunftsaufgaben zu machen. Diese umfassen neben der Verknappung von Primärenergieträgern auch die Verteuerung von strategischen Rohstoffen wie z. B. Tantal für die Halbleiterindustrie. Gerade die Substitution von Primärrohstoffen durch Sekundärrohstoffe enthält das Potenzial nicht nur kostengünstiger, sondern im Wesentlichen auch ressourcenschonender zu produzieren. So wurden 2009 rund 43 Prozent der Kunststoffe aus dem DSD werkstofflich, ca. acht Prozent rohstofflich und etwa 38 Prozent energetisch verwertet. Durch Anwendung von neu entwickelten Sortierverfahren kann die Quote für die energetische Verwertung weiter reduziert werden. Nach Kenntnis der Bundesregierung (Drucksache, 17/12806) haben nahezu alle sortierten Produkte einen positiven Marktwert. Dies gilt sowohl für die getrennt erfassten Wertstoffe wie Glas und Papier aber auch für die aus dem DSD stammenden Verpackungsmaterialien. Waren bisher Mischkunststoffe in der Regel nur unter Zuzahlung verwertbar, so ist ein deutlicher Abwärtstrend dieser Kosten zu beobachten. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnten Mischkunststoffe künftig mit Erlösen verkauft und einer werkstofflichen bzw. rohstofflichen Verwertung zugeführt werden.
Die Präsenz auf den Leitmessen bietet für die Forschungsgruppe ein wichtiges Podium, um Anregungen und technische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Ebenso spiegeln die zahlreichen internationalen Kontakte den Bedarf an effektiven Recyclingtechnologien wieder. Neben der anhaltenden Nachfrage aus asiatischen Ländern, ist eine Zunahme des Interesses aus den Nordafrikanischen Staaten und Osteuropa zu spüren. Gelingt es, die neuen Technologien nicht nur in Deutschland zu etablieren, sondern darüber hinaus auch zu transferieren, so kann eine effektive Kreislaufwirtschaft auf internationaler Ebene geschaffen und ausgebaut werden.
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Während der nunmehr 15. Internationalen Projektwoche (IPW), die vom 22. bis 26. April 2013 stattfindet, können Studierende aller Fachrichtungen an fremdsprachigen Projekten teilnehmen.
Hierzu wurden über 30 Gastdozenten von Partnerhochschulen sowie aus der internationalen Berufspraxis nach Nordhausen eingeladen, um mit über 400 Studierenden an fachbezogenen, interdisziplinären und international ausgerichteten Projekten aus den Bereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, den Kulturwissenschaften sowie den Ingenieurwissenschaften zu arbeiten.
Den Studierenden wird in den Projekten die Chance geboten, nicht nur andere akademische Kulturen, Methoden und Lernformen hautnah zu erleben, sondern auch über ihre bisherigen Studieninhalte hinaus neue Sichtweisen, Ansätze und Handlungsfelder für ihre spätere berufliche Tätigkeit kennenzulernen.
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Aus dem Hochschulsport …
ULTIMATE FRISBEE:
Ultimate Frisbee – ein schneller und intensiver Sport an der FH Nordhausen. Seit nunmehr 3 Semestern wird diese Sportart an der FHN angeboten und erfreut sich stets reger Beteiligung. In den Wintermonaten findet das Training immer donnerstags und samstags in der Sporthalle statt. Sobald die Sonne scheint und die Platzverhältnisse es zulassen wird dann natürlich auf dem Sportplatz trainiert und gespielt.
Am 16. Februar 2013 fand in Erfurt ein erstes Kräftmessen der Nordhäuser “ScheibenkleisterBande” gegen die Erfurter “Airguides” statt. Dabei mussten die Nordhäuser sich keineswegs vor den erfahrenen Erfurtern verstecken. In dem Minitunier gewannen sie 2 der 4 Spiele und konnten so gut mit den Erfurtern mithalten. Der Kontakt zu den “Airguides” wird nun aufrecht erhalten, sodass die nächsten Freundschaftsspiele, diesmal in Nordhausen, für den Sommer geplant sind.
FLOORBALL:
Hier ein Video mit Impressionen zum Floorballtraining der “Südharz Piraten” an der FHN.
Floorball-Video
(Herzlichen Dank an den freundlichen Einsender der Bilder und des Videos
)
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Blogrundschau
Hier findet ihr wieder aktuelle Themen aus unseren Unterblogs! Viel Spaß beim Lesen!
Veranstaltungen und neue Studiengänge an der FHN
ILIAS-Workshops für Lehrende
Kleine Gründerfiebel
Neue Angebote für Euer Praxissemester
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Die alle zwei Jahre in Leipzig stattfindende Messe „TerraTec“ fand auch dieses Mal wieder mit reger Beteiligung der Fachhochschule Nordhausen statt.
Schwerpunkte der Messe waren Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen, die im Januar 2013 den nationalen und internationalen Besuchern präsentiert wurden. Gemeinsam mit der parallel stattfindenden Messe „enerTec“ sowie der Biogas-Jahrestagung wurden mehr als 800 Aussteller sowie ca. 11.000 Besucher gezählt.
Das Forschungsteam um Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz aus dem Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik an der FH Nordhausen trat gemeinsam mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ auf.
Hier bot sich die Gelegenheit, den zum Großteil fachkundigen Besuchern aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen und diese zu diskutieren.
Das Team der FH Nordhausen hatte mehrere Projekte im Gepäck. Das Projekt „Leichtstoffrecycling“ z. B. zielt auf eine Verbesserung der Technologie zur Aufbereitung von Leichtverpackungsabfällen ab. Diese aus dem gelben Sack oder der gelben Tonne bekannten, aber schwer aufzubereitenden Abfälle bieten viele Forschungsansätze. Das Projekt wird seit 2011 gemeinsam mit dem Ostthüringer Maschinen- und Anlagenbauer Schulz & Berger Luft- und Verfahrenstechnik GmbH bearbeitet.
Eines der dank Förderung durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie bearbeiteten Module beinhaltet die Abtrennung von Folien aus Leichtverpackungsabfällen. Hierzu kommt eine neue Maschinenentwicklung namens „Unterdrucktrenner“ zum Einsatz. Ein Highlight des Messauftritts war ein voll funktionstüchtiges Modell dieser Maschine, was es den Besuchern des Messestandes leicht machte, das Prinzip dieser Technik zu verstehen.
Ein weiterer vorgestellter Bestandteil des Projektes „Leichtstoffrecycling“ ist der „pneumatische Sacköffner“, der ein berührungsloses Öffnen von gelben Säcken sowie weiteren Arten von Foliensäcken ermöglicht.
In jedem Recyclingprozess spielt auch die Entstaubung von Maschinen und Arbeitsplätzen zur Luftreinhaltung eine wichtige Rolle. Für Filteranlagen sind daher umfassende Kenntnisse der anfallenden Stäube und herrschenden Rahmenbedingungen sowie Versuche notwendig, um die Prozesse, die beim Filtern ablaufen, zielgerichtet zu gestalten. Die Entwicklung eines neuen Entstaubungsaggregates, genannt „Rotationsentstauber“, vervollständigt das Arbeitsprogramm der Fachhochschule Nordhausen im Rahmen des Projektes „Leichtstoffrecycling“.
Darüber hinaus wurde an der Fachhochschule Nordhausen die „Pressbohrmethode“ entwickelt. Sie dient der Verbesserung von Probennahmen aus unterschiedlichsten Materialien. Parallel zur Pressbohrmethode wurde auch die „Pressmethode“ zur Bestimmung wasserlöslicher Verbindungen entwickelt. Die Proben werden dabei ausgepresst und die gewonnene Pressflüssigkeit kann direkt zur Analyse verwendet werden. Beide Methoden verbessern die aktuell marktüblichen Verfahren hinsichtlich Genauigkeit und Zeitaufwand.
All diese vielfältigen Aufgabenstellungen, die sich ideal in das Profil des Studiengangs Umwelt- und Recyclingtechnik eingliedern, geben auch den Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen des Studiums sowie in Form von Abschlussarbeiten praxisorientiert zu arbeiten.
Im Rahmen der Messe wurden zudem zahlreiche Interessierte über das Studienangebot der Fachhochschule Nordhausen informiert und beraten.
Zurückblickend ziehen die Nordhäuser Experten ein positives Messefazit. Viele Gespräche mit Fachleuten und Studieninteressierten förderten den Informationsaustausch, gaben wertvolle Anregungen und trugen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Fachhochschule Nordhausen bei.
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Studierende des Masterstudiengangs „Innovations- und Changemanagement“ der Fachhochschule Nordhausen präsentieren die Ergebnisse ihrer Praxisprojekte bei MARS Petcare Deutschland.
In Zusammenarbeit mit der deutschen Zentrale des weltweit größten Anbieters von Tierfertignahrung für Hunde und Katzen und unter Anleitung von Projektmitarbeiterin Stephanie Glassl sowie Professor Andreas Scharf von der FH Nordhausen untersuchten die Studierenden im Wintersemester 2012/2013 den Einfluss unterschiedlicher Verpackungsmaterialien und Verpackungsformen auf die Beurteilung von Katzenfutterprodukten durch repräsentativ ausgewählte Katzenhalter.
Um unterschiedliche Kontaktpunkte zwischen Konsument und Produkt abzubilden, plante und realisierte die eine Projektgruppe einen Labortest, die andere einen Haushaltstest.
Die Ergebnisse der beiden empirischen Untersuchungen präsentierten die Studierenden am Ende des Semesters in englischer Sprache vor dem Management des Unternehmens in der deutschen MARS-Zentrale in Verden. Am Ende einer lebhaften Diskussion über die gewonnenen Erkenntnisse wurde den Studierenden von MARS eine hohe Professionalität bezüglich der Konzeption und Durchführung des Projektes sowie der Auswertung und Aufbereitung der Daten bescheinigt.

Die Projektgruppe des Haushaltstests (v. l.):
Christian Jähne, Miriam Lindner, Sviatlana
Sheibak, Oksana Kaufmann, Christian Plegge

Die Projektgruppe vom Labortest (v. l.): Katja Brandt, Julia Düppenbecker, Tadeusz Stasicki, Franziska Völker, Anne Kathrin Lukasik, Sarah Pletzer
Anschließend besichtigte die Gruppe das einzigartige „Pet Center“, in dem regelmäßig Fütterungstests mit 90 Hunden und 220 Katzen durchgeführt werden, sowie die in technischer Hinsicht beeindruckenden Produktionsanlagen zur Herstellung von jährlich ca. 200.000 Tonnen Tiernahrung.
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